Bodenkontakt, auch Erdung oder Earthing genannt, bedeutet direkten elektrischen Kontakt zwischen dem Körper und dem natürlichen elektrischen Potenzial der Erde. Der Mensch stand während seiner gesamten Evolution in kontinuierlichem Kontakt mit dem Boden, entweder durch Barfußgehen oder über natürliche Materialien, die Strom leiteten. Dies änderte sich erst vor relativ wenigen tausend Jahren und insbesondere in den letzten 100–150 Jahren, als isolierende Schuhe, Böden und Baumaterialien zur Norm wurden. Heute haben viele Menschen in der Praxis nur noch während einiger weniger Sommermonate im Jahr Kontakt zur Erde. Erdung wird daher oft als eine der einfachsten und natürlichsten Methoden beschrieben, diesen Kontakt wiederherzustellen.
Forschung und Erfahrungen mit Erdung
Forschung und klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass Bodenkontakt eine Bedeutung für Schlaf, Regeneration, Schmerzwahrnehmung und allgemeines Wohlbefinden haben kann. In einer Studie, in der eine Gruppe von Personen 30–40 Tage geerdet schlief, wurden folgende selbstberichtete Veränderungen beobachtet: 85 Prozent schliefen schneller ein, 93 Prozent schliefen die Nacht über besser, 82 Prozent erlebten eine verringerte Muskelsteifheit, 74 Prozent berichteten über eine Verringerung oder ein Verschwinden von Schmerzen, und 78 Prozent erlebten eine bessere allgemeine Gesundheit. Dies sind selbstberichtete Ergebnisse und müssen nüchtern interpretiert werden, veranschaulichen jedoch, warum das Interesse an Erdung in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.
Uno Vita empfiehlt Erdungsbettlaken vielen Klienten der Klinik für Integrative Medizin, gerade weil der Schlaf viele Stunden stabilen Bodenkontakt ermöglicht. Unter anderem hat sich gezeigt, dass Erdung der Aggregation roter Blutkörperchen entgegenwirken kann, was bei oxidativem Stress und niedrigem Antioxidantienstatus auftreten kann. Da Erdung Elektronen zuführt, wird dies von einigen Forschern als ein Effekt beschrieben, der mit Antioxidantien verglichen werden kann. Ein besserer Blutfluss kann zu einer besseren Sauerstoffverteilung im Körper beitragen, was wiederum für mehrere physiologische Prozesse vorteilhaft sein kann.
Thermografie und klinische Beobachtungen

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